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Bericht zum Schulprogramm des Gymnasiums am Oelberg


Das vorliegende Schulprogramm des Gymnasiums am Oelberg basiert auf der Version, die die Schule unter der Leitung von Herrn OStD Breuer im Jahre 2003 erarbeitet hat. Seitdem wurden in den Gremien – Lehrerkonferenz, Schulpflegschaft, Schülerrat und übergeordnet Schulkonferenz – immer wieder zahlreiche Elemente des Schulprogramms thematisiert, evaluiert, diskutiert, neu gestaltet, und es kamen neue Bausteine dazu.
Im Folgenden sollen schwerpunktmäßig einige wesentliche Elemente, in denen neue Entwicklungen realisiert wurden bzw. in Planung sind, fußend auf dem derzeitigen Stand des Schulprogramms, dargestellt werden.

Zu 1.:    
Qualifizierter Unterricht und Förderung der Schüler als Fundament unseres Profils (Fachkompetenz)

Hier wurden naturgemäß zahlreiche Änderungen induziert durch die Vorgaben durch das Schulministerium wie das zukünftige Zentralabitur, die Verkürzung der Schulzeit im Gymnasium auf acht Jahre, aber ebenso die neu installierten oder ausgebauten Elemente wie die zentrale Lernstandserhebung, derzeit noch in der Jahrgangsstufe 9.
Alle diese Forderungen wurden am Gymnasium am Oelberg, vor allem in den Fachkonferenzen, intensiv diskutiert und vorbereitet, die Ergebnisse wurden und werden ausgewertet und die jeweils spezifischen Folgerungen für die einzelnen Fächer gezogen. Über den gesamten Vorgang, insbesondere die Ergebnisse, wurden die übrigen Mitglieder der Schulgemeinschaft in den Gremien informiert.
Ähnliches gilt für das Zentralabitur; obwohl immer noch nicht endgültig geklärt ist, ob es wirklich zum ersten Mal im Sommer 2007 durchgeführt wird, laufen die Vorbereitungen planmäßig.
Trotz der deutlichen Mehrbelastungen aufgrund der Neuerungen nahmen zahlreiche Kolleginnen und Kollegen an mehreren Fortbildungen zu den neuen Medien teil. Auch die geplante Fortbildung zur Methodik nach Klippert, die an einem Wochenende im Sommer stattfinden soll, erfreut sich regen Zuspruchs aus dem Kollegium.


Zu 2.:
Lern- und Methodenkompetenz (Förderung der Selbständigkeit)

Hier gab es einige innovative Schwerpunkte. Neben dem Ausbau des Lehrganges „Lernen lernen“ für die 5. Klassen wurde zum Schuljahr 2004/05 ein Blockseminar Methodentraining für die Jahrgangsstufe 11 eingeführt, das zum einen die in der Sekundarstufe I erworbene Kompetenzen auffrischt, zum anderen diese zur Vorbereitung auf die Sekundarstufe II ergänzt und erweitert.
Die Kompetenz der Schülerinnen und Schüler bezüglich der neuen Medien wird derzeit auf ein neues Fundament gestellt. Gemäß dem im Jahre 2004 erstellten Medienkonzept des Gymnasiums Oelberg wird in Zusammenarbeit und Unterstützung von seiten der Stadt Königswinter, die in erfreulicher Weise die Hardware-Ausstattung der Schule fördert, sowie den anderen Schulen des Schulzentrums Oberpleis ein einheitliches Zertifikat entworfen, das verbindlich Auskunft über die in der Sekundarstufe I erworbenen Kompetenzen Auskunft geben kann. Am Gymnasium am Oelberg sind zur Realisierung zwei Schienen in Planung:
Zum einen soll der Erwerb von Einzelkompetenzen verbindlich einzelnen Fachkonferenzen zugeordnet werden, zum anderen wird angedacht, ob in der Jahrgangsstufe 7 ein Grundkurs Medienkompetenz eingeführt wird; eine solche Maßnahme ist naturgemäß stark von den jeweiligen personellen Ressourcen abhängig.


Zu 3.:
Förderung der sozialen Verantwortung (Soziale und personale Kompetenz)

Das Konzept des Gymnasiums am Oelberg geht dahin, dass die soziale Verantwortlichkeit zunehmend auch in die Hand von qualifizierten und ausgebildeten Schülern gelegt wird. Ansätze dazu sind zum einen das neu eingerichtete Methodenseminar, dazu die sich in Vorbereitung befindende Ausbildung der Mentoren zu Streitschlichtern zunächst für Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe. Zur Unterstützung dieser Maßnahmen wird die Teilnahme von Mentoren an regionalen Seminaren wie dem „open space zur Gewaltlosigkeit“ gefördert.
Auf die Ausbildung von Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe zu „drug-scouts“ wird unter 8. eingegangen.


Zu 4.:
Förderung der Kreativität (Musische Kompetenz)

Hier wird das schon seit vielen Jahren reiche kulturelle Leben am Gymnasium am Oelberg in all seiner Vielseitigkeit erfolgreich fortgesetzt.
Zwei größere neue Bausteine werden angefügt: Zum einen existiert seit Februar 2005 neben den zahlreichen der E-Musik zuzuordnenden Gruppen (Chöre, Orchester) eine Schulband, die den bei den Schülern sehr gefragten Bereich der modernen U-Musik (Rock, Pop etc.) bedient. Zum anderen wird im Schuljahr 2006/07 eine der fünf Eingangsklassen nach Beschluss der Schulkonferenz als Musikklasse geführt, als Enrichmentangebot für musisch begabte Schülerinnen und Schüler. Diese Musikklasse ist konzipiert in Zusammenarbeit mit der Musikschule Königswinter. Die Schülerinnen und Schüler dieser Klasse spielen alle auf privater Basis ein Instrument und erhalten zusätzlich in der Schule wöchentlichen Ensembleunterricht, der von Pädagogen der Musikschule erteilt wird. Solche Musikklassen haben das Ziel, die Persönlichkeitsbildung sowie die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern, gleichzeitig kann auch eine Steigerung der Intelligenzleistung erwartet werden. Nach der Orientierungsstufe werden die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit haben, sich in die bereits vorhandenen musischen Angebote des Gymnasiums am Oelberg einzugliedern.


Zu 5.
Weltoffenheit der Schüler (Fremdsprachenkompetenz)

Das zur Zeit existierende Angebot wird weiter realisiert und den jeweiligen Gegebenheiten gemäß modifiziert. Leider war es nicht mehr möglich, den Schüleraustausch mit der Partnergemeinde von Königswinter in North-East-Lincolnshire in dem vom Gymnasium am Oelberg gewünschten Umfang aufrecht zu erhalten, da es von Seiten der englischen Schulen zunehmend Schwierigkeiten gab. Ein Schüleraustausch mit einer anderen Schule wird derzeit vorbereitet.
Neu ist ein von der Schule gestützter privater Austausch von Schülerinnen und Schülern der Jgst. 12 mit dem Instituto Ballester in der Provinz Buenos Aires.


Zu 6.:
Öffnung zur Berufs- und Arbeitswelt (Konzept der Studien- und Berufsorientierung)
Die Öffnung zur Berufs- und Arbeitswelt bildet nach wie vor einen wichtigen Baustein der Schulprogrammarbeit am Gymnasium am Oelberg. Zusätzlich zu den zahlreichen Elementen ist ein freiwilliges kostenpflichtiges Orientierungsseminar zur richtigen Studien- und Berufswahl für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II in Planung.


Zu 7.:
Maßnahmen zur Förderung und Forderung der Schüler (Förderkonzept)
Ein Schwerpunkt der Schulprogrammarbeit am Gymnasium am Oelberg, der in den letzten Jahren stark ausgebaut wurde, ist die Förderung von begabten Schülerinnen und Schülern. Accelerationsmaßnahmen bilden im Zuge der Verkürzung der Schulzeit derzeit nicht den Schwerpunkt der Aktivitäten am Gymnasium am Oelberg, wenn auch Springen einzelner Schülerinnen und Schüler je nach Personallage nach Möglichkeit von Seiten der Schule unterstützt wird. Auf dem Gebiet des Enrichments wurden in den letzten Jahren einige neue Elemente ausprobiert und durchgeführt; diese haben sich nach den bisher vorliegenden Erfahrungen durchaus bewährt. Hier ist zum einen ein Projekt für begabtere Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe zu nennen, in dem diese jährlich abwechselnd an naturwissenschaftliche und sprachliche Zusatzthemen herangeführt werden. Dieses Projekt wird von den Schülerinnen und Schülern sehr gut angenommen; es vermag sowohl die sozialen als auch die intellektuellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu bereichern.
Zum anderen wird seit dem Schuljahr 2004/05 neben der schon länger realisierten Binnendifferenzierung für begabtere Schülerinnen und Schüler in bestimmten Fächern ein Drehtürmodell für einzelne Schülerinnen und Schüler angeboten, in dem sie stundenweise vom regulären Unterricht freigestellt wurden und statt dessen an vorgegebenen Lernorten wie der öffentlichen Bibliothek im Schulzentrum unter Betreuung von Fachlehrern an selbstgewählten Projekten arbeiten. Die bisherigen Ergebnisse sind ermutigend. Auch die Teilnahme von Schülerinnen und Schüler am Unterricht in höheren Klassen für einzelne Fächer wird derzeit probeweise realisiert. Zur Erhöhung der Sprachkompetenz sind Arbeitsgemeinschaften zur Vorbereitung auf das Französische Sprachdiplom DELF eingerichtet worden. Dieses Diplom wird in mehreren Abstufungen am Institut Français in Bonn abgelegt und ist ein international anerkanntes Sprachdiplom, das zum einen den Zugang zum Studium an einer französischsprachigen Universität öffnet, zum anderen den Schülerinnen und Schülern für Bewerbungen erhöhte Sprachkompetenz bescheinigt.
Die Einführung einer analogen Enrichmentmaßnahme für das Fach Englisch (TOEFL-Test) oder Cambridge-Dimplom wird derzeit in der Fachkonferenz Englisch beraten und konzipiert.
Auch die Förderung von Schülerinnen und Schüler mit vorübergehenden Lernproblemen wurde ausgebaut. Zur Zeit wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Siebengebirge ein Deutschkurs zur Erhöhung der Sprachkompetenz für Migrantenkinder der Orientierungsstufe durchgeführt.


Zu 8.:
Beratungsarbeit an der Schule (Beratungskonzept)

Neben der ausführlichen Beratung von Schülern und Eltern bezüglich der Laufbahn ist die Beratung bezüglich der Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler am Gymnasium am Oelberg ein Schwerpunkt der Erziehungsarbeit. Wenn auch das Gymnasium aufgrund seiner Lage und seines Einzugsgebietes bisher keinesfalls ein Zentrum der Suchtproblematik ist, wäre es unrealistisch, davon auszugehen, dass Drogenkonsum etc. bei den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums am Oelberg nicht vorkommt. Deshalb wurde hier in der letzten Zeit ein ausgefeiltes Präventionsprogramm entwickelt, das neben regelmäßigen Informationsveranstaltungen für Schüler und Eltern auch die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu sogenannten „drug-scouts“ enthält. Diese „drug-scouts“ sind Ansprechpartner für gefährdete Jugendliche und können zum einen selber in gewissem Umfang hilfreich sein, zum anderen sind sie in der Lage, den Zugang zu weitergehenden Hilfseinrichtungen zu unterstützen. Es wird dabei davon ausgegangen, dass es für Jugendliche häufig leichter sein wird, mit Gleichaltrigen über eventuelle Probleme zu sprechen, als sich sofort an professionelle von Erwachsenen getragenen Institutionen zu wenden.
Aus aktuellem Anlass erwies es sich als erforderlich, ein Konzept zum konkreten Umgang mit Suchtproblemen in Zusammenarbeit mit der Kripo Bonn sowie medizinischer Beratung zu entwickeln und den Kollegen vorzustellen. Die Erfahrungen mit der Umsetzung des Konzeptes werden evaluiert werden.


Zu 9.:
Schule als gemeinschaftlich gestalteter Lebensraum

Die genannten Elemente des Schulprogramms werden weitergeführt und, wenn möglich, ausgebaut (z.B. Angebot der Arbeitsgemeinschaften).


Zu 10.:
Zusammenarbeit von Eltern-Lehrer-Schülern (Mitwirkungskonzept)

Das hohe Engagement vor allem der Eltern unserer Schülerinnen und Schüler konnte beibehalten und zum Teil ausgebaut werden. Immerhin existieren zusätzlich zu den regulären Mitwirkungsorganen sowie dem Verein der Freunde und Förderer nach wie vor die im wesentlichen von Eltern von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums am Oelberg getragene Vereine, die wichtige Bausteine des Schullebens tragen. Dies sind der Schedrik-Chorverein, der den organisatorischen Unterbau der zahlreichen regionalen, nationalen und internationalen Aktivitäten des Schedrik-Chores des Gymnasiums am Oelberg liefert – derzeit werden u.a. die Teilnahme des Chores beim Bundeschorwettbewerb des Deutschen Musikrates sowie die Auftritte des Chores bei einem internationalen Chorfestival in Moskau Ende Juni vorberei-
tet - , der Mensa-Verein, der die Mensa im Schulzentrum betreibt und vor zwei Jahren auch das Catering selbst übernommen hat, und der Bibliotheksverein, der seit 10 Jahren ehrenamtlich die Bibliothek im Schulzentrum, die Schülern wie auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht, betreibt; letzteres ist sicher ein einmaliges Projekt in Nordrhein-Westfalen. Der offene Arbeitskreis „Eltern-Lehrer-Schüler“, der nunmehr seit 17 Jahren besteht, beteiligt sich nach wie vor aktiv am Schulleben; bei den regelmäßigen Treffen werden zahlreiche Elemente des Schulprogramms thematisiert und evaluiert. Im Jahr 2005 regten die Eltern im Arbeitskreis an, zur Erhöhung der Identifikation der Schulgemeinschaft mit ihrer Schule ein Schullogo festzulegen und mit diesem Logo bedruckte Tassen und T-Shirts in den Verkauf zu bringen, und setzten dies auch um: Ein Logo wurde mit Hilfe von Lehrern, vor allem aus dem Bereich der Kunst, und Schülern gefunden, ebenso eine „Schulfarbe“; die Aktion, die T-Shirts der Schulgemeinschaft zugänglich zu machen, läuft derzeit.


Zu 11.:
Unsere Schule in ihrem Umfeld (Öffentlichkeitskonzept)

Nach wie vor legt die Schule erheblichen Wert auf Öffentlichkeit. Zum einen wird die Kooperation mit dem Schulträger wie außerschulischen Institutionen weiterhin intensiv betrieben, zum anderen wird die Öffnung der Schule bei Gelegenheiten wie Konzerten, Aufführungen etc. gerecht. Das Konzept des „Tages der offenen Tür“ am zweiten Samstag im November wurde neu überarbeitet; er wird stets den Erfordernissen angepasst.


Schulprogramm-Menü:
  1. Präambel
  2. Qualifizierter Unterricht und Förderung der Schüler als Fundament unseres Profils (Fachkompetenz)
  3. Lern- und Methodenkompetenz - Förderung der Selbständigkeit
  4. Förderung der sozialen Verantwortung (Soziale und personale Kompetenz)
  5. Förderung der Kreativität (Musische Kompetenz)
  6. Weltoffenheit der Schüler / Fremdsprachenkompetenz
  7. Öffnung zur Berufs- und Arbeitswelt (Konzept der Studien- und Berufsorientierung)
  8. Maßnahmen zur Förderung und Forderung der Schüler (Förderkonzept)
  9. Beratungsarbeit an der Schule (Beratungskonzept)
  10. Schule als gemeinschaftlich gestalteter Lebensraum
  11. Zusammenarbeit von Eltern-Lehrern-Schülern (Mitwirkungskonzept)
  12. Unsere Schule in ihrem Umfeld (Öffentlichkeitskonzept)
  13. Anhang: Bericht zum Schulprogramm