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Unsere
Holzhackschnitzel-Verbrennungsanlage – ein sinnvoller Beitrag zur
Verringerung der CO2-Emissionen?
Unser Differenzierungskurs der Klassen 10a und 10d, geleitet von Frau Demes, hat sich dieses Halbjahr mit der neuen Holzhackschnitzel-Verbrennungsanlage im Keller unserer Schule beschäftigt. Im Vorfelde drehte sich der Unterricht des gesamten Schuljahres bereits um Klimaschützende Maßnahmen, wie dem „CO2-Tiefsee-Projekt“, wobei es um die umstrittene Planung und Umsetzung geht, überschüssiges Kohlenstoffdioxid in Tiefen ab ca. 600 Metern zu leiten. Des Weiteren betrachteten wir kritisch den Film des ehemaligen Präsidentschaftskandidaten der USA, Al Gore, „An Inconvenient Truth“, in dem Al Gore über die fatalen Folgen des Klimawandels informiert und zum Klimaschutz auffordert. Auf Grund des Interesses und Unwissens seitens des Lehrekollegiums und der Schüler betreffend die neue Heizungsanlage und des thematischen Zusammenhanges mit unseren vorherigen Themen, beschlossen wir, unsere Heizung einmal genauer in Augenschein zu nehmen. Durch unser Vorwissen zur extremen Umweltbelastung durch den hohen CO2-Ausstoß, stellte sich eine Frage ganz besonders in den Mittelpunkt: Wie umweltverträglich ist unsere neue, relativ kostenaufwändige Anschaffung? Um auf die Frage eine Antwort zu finden, informierten wir uns zunächst über die Funktionsweise der Anlage, die anfallenden Kosten und das Verbrennungsmaterial. Zwei bis drei mal pro Woche werden die Holzhackschnitzel aus dem Sauerland zu unserer Schule geliefert und im Bunker, der bis zu 130 m³ Hackschnitzel fasst, auf dem Lehrerparkplatz gelagert. Der sich im Keller befindende Brenner, verbrennt die ihm zugeführten Hackschnitzel. Die dabei entstehenden Temperaturen (700 – 900 °C) erwärmen Wasser, das durch ein Rohrleitungssystem für den gesamten Schulkomplex, inklusive Schwimmbad und Sporthallen, geleitet wird. Somit werden alle Räume beheizt. Zusätzlich regelt die Anlage die Warmwasserversorgung. Es steht außerdem noch eine Gasheizung zur Verfügung, die im Notfall zugeschaltet werden kann. Ein wichtiger Punkt ist, dass bei der Verbrennung kein Ruß oder Feinstaub entsteht. Das einzige Abfallprodukt ist Asche, die jedoch durch die Rauchgasreinigungsanlage abgeschieden wird und ökologisch weiter abbaubar ist (z. B. als Dünger). Die Holzhackschnitzel-Anlage ist in ihrer Anschaffung mit ca. 400.000 Euro teurer als Gasheizungen, jedoch wird auf längere Sicht durch ihren Nutzen Geld gespart, denn der Rohstoff (pro 1 kwh Hackschnitzel 3,8 Cent) ist billiger als Gas oder Erdöl. Durchschnittlich kostet das Heizen pro Woche ca. 3600 – 4600 Euro, bei einer Außentemperatur von 0°C – 5°C. Dies erscheint auf den ersten Blick sehr teuer, jedoch muss berücksichtigt werden, dass mit der Anlage nicht nur das Gymnasium, sondern auch Real-, und Hauptschule beheizt werden und diese somit ebenfalls Kosten tragen. Der Brennstoff Holzhackschnitzel besteht aus zerkleinertem Buchen-, Pappel-, Kiefer-, Fichten-, oder Eichenholz. Gerade diese Baumarten eignen sich wegen ihres schnellen Nachwachsens besonders gut. Auch verbrannt werden können Abfallhölzer durch Sturmschäden (z.B. durch Kyrill) und aus Sägewerken. Da nur Holz verbrannt wird, entsteht beim Verbrennungsvorgang kein überschüssiges CO2, denn Holz ist ein CO2-neutraler Brennstoff. Dies lässt sich folgendermaßen erklären: Bei der Fotosynthese nehmen die Pflanzen Kohlenstoffdioxid auf, das mit Hilfe von Sonnenlicht, mit Wasser zu Traubenzucker und Sauerstoff umgewandelt wird. Der Traubenzucker wird in vielen biochemischen Prozessen zu Holz umgewandelt. Somit ist Holz „gespeicherte Sonnenenergie“. Bei der Verbrennung von Holz entsteht also nur soviel CO2, wie der Baum in seinem bisherigen Leben aufgenommen hat. Das beim Verbrennen entstehende CO2 kann also von Pflanzen wieder genutzt werden. Die Menge des entstandenen Kohlenstoffdioxides ist gleichzusetzen mit der natürlich entstehenden Menge C02 bei der Verrottung der Pflanzen durch Kleinstlebewesen. Das heißt, dass die Abgabe von CO2 bei der Verbrennung und das Aufnehmen dessen von Pflanzen ein geschlossener Kohlenstoffdioxid-Kreislauf ist, bei dem kein überschüssiges CO2 entsteht. Aus den Ergebnissen unserer Arbeit lässt sich schließen, dass die Holzhackschnitzel-Verbrennungsanlage der Schule tatsächlich ein Beitrag - wenn auch nur ein kleiner - zur Rettung des Weltklimas ist. von Jil Preusche und Sophie Lê |