Erinnerungskultur im Rhein-Sieg-Kreis: Besuch der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ in Windeck-Rosbach
Am 25. März besuchten 20 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ in Windeck-Rosbach. Begleitet wurde die Exkursion von Herrn Becker und Herrn Suchetzki.Vor Ort wurden wir von Frau Saskia Klemp durch das Programm geführt, die nicht nur für die Gedenkstätte tätig ist, sondern auch stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende an unserer Schule ist. In der Ausstellung erhielten die Schülerinnen und Schüler eindrucksvolle Einblicke in das jüdische Leben im Rhein-Sieg-Kreis am Beispiel der Familie Seligmann, in deren ehemaligem Wohnhaus sich die Gedenkstätte heute befindet.
Anhand der Biografien verschiedener Familienmitglieder konnten die Schülerinnen und Schüler nachvollziehen, wie jüdisches Leben über Generationen hinweg Teil der Region war und wie es durch die nationalsozialistische Verfolgung zerstört wurde. Eine Schülerin fasste ihre Eindrücke treffend zusammen: Besonders eindrücklich sei gewesen, „dass man das alles am Beispiel einer Familie sehen konnte und dass die Verfolgung nicht irgendwo stattgefunden hat, sondern ganz konkret hier bei uns im Rhein-Sieg-Kreis.“
Der Besuch der Gedenkstätte leistet einen wichtigen Beitrag zur historisch-politischen Bildung und zur Erinnerungskultur. Er macht deutlich, wie wichtig es ist, sich auch auf lokaler Ebene mit der Geschichte auseinanderzusetzen und das Gedenken an die Schicksale jüdischer Menschen wachzuhalten.
Ein besonderer Dank gilt dem Busunternehmen Sinning bzw. Geschäftsführer Herrn Kuckel, die die Fahrt kostenfrei ermöglicht haben und damit einen wertvollen Beitrag zur Erinnerungsarbeit leisten.
