Deutsch-polnische Jugendbegegnung in Kreisau


Am Montag, den 04.05.2026 ist unsere Gruppe, bestehend aus 25 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 7, 8 und EF sowie zwei Lehrerinnen, um 06:00 Uhr morgens vom Busbahnhof in Oberpleis mit müden Augen und großen Erwartungen im Gepäck nach Kreisau / Krzyżowa in Niederschlesien aufgebrochen. In Kreisau angekommen, waren wir zunächst begeistert von dem wunderschönen Ort, dem geschichtsträchtigen Gutshof der Familie von Moltke, der nun als Internationale Jugendbegegnungsstätte dient. Nach dem Abendessen kam es dann zur ersten Begegnung mit den 26 polnischen Schülerinnen und Schülern unserer Partnerschule aus Krakau, Geschenke und Begrüßungsworte auf deutsch und polnisch wurden ausgetauscht.

Das Programm der nächsten fünf intensiven Tage war abwechslungsreich, es umfasste zahlreiche Integrations-, Geschichts-, Kreativ- und Kunstworkshops. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts waren außerdem Sprachanimationen, die den Jugendlichen halfen, Sprachbarrieren zu überwinden und die Integration der Gruppe zu fördern. Ziel der Workshops war es, gemeinsam in deutsch-polnischen Teams zu arbeiten, die Kulturen kennenzulernen, sprachliche Kompetenzen zu entwickeln sowie internationale Kontakte und Freundschaften aufzubauen.

Die Schülerinnen und Schüler nahmen an einem Geländespiel in Kreisau teil und lernten die Geschichte des Ortes bei einer Führung durch das Schloss der Familie von Moltke kennen. Ein besonders bewegender Programmpunkt war der gemeinsame Besuch der Gedenkstätte Groß-Rosen, der Anlass zur Reflexion über die Geschichte und die Verantwortung für die Zukunft Europas bot.

Am Mittwoch besuchte die Jugendgruppe Breslau. Dort nahmen die Schülerinnen und Schüler an einer Stadtführung sowie an einer Rallye in deutsch-polnischen Kleingruppen teil. Aber natürlich kam auch die Freizeit in Kleingruppen nicht zu kurz, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und ein paar Souvenirs zu erwerben.
Die Abende förderten in besonderer Weise die Begegnung – Karaoke, Tanz, sportliche Aktivitäten und das Bemalen von Taschen und Herstellen von Armbändern. Diese Momente ermöglichten es, neue Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen, die dazu führten, dass die Lehrerinnen während der Nachtruhe internationale Begegnungen auf den Zimmern jäh unterbrechen mussten.

Die Begegnung war für alle Teilnehmenden eine äußerst wertvolle Erfahrung. Die gemeinsam verbrachte Zeit zeigte, wie wichtig Dialog, Zusammenarbeit und der Aufbau internationaler Kontakte zwischen jungen Menschen sind. Wir sind dem Deutsch-polnischen Jugendwerk für die finanzielle Unterstützung sehr dankbar. Ebenso dankbar sind wir dem Förderverein unserer Schule für die großzügige und unbürokratische finanzielle Unterstützung und auch für die Gastgeschenke, die wir vor Ort überreichen durften. Ohne die finanzielle Unterstützung wäre diese Fahrt nicht möglich gewesen.

Wir hoffen, dass die Freundschaften unter den Jugendlichen noch lange bestehen bleiben.

Claudia Kollbach und Britta Hanebut